Bürgermeister Frank
Schneider (CDU) hat am 11. Januar 2015 beim städtischen Neujahrsempfang seine
Absicht bekundet,
durch eine Veränderung der Höhenbegrenzung Windkraft in
Reusrath zu ermöglichen.
Würden diese Pläne in die Tat umgesetzt, könnten
demnächst bis zu 198 m hohe Windkrafträder (WKA) im Südwesten von Reusrath
aufgestellt werden. Dies sind 40 m mehr als die Höhe des Kölner Doms!
Das Betonfundament einer einzigen WKA hätte eine Grundfläche von rd. 300 m² und
eine Höhe von 2 ½ bis 3 ½ m!
Die Bürgerinitiative
„Ruhiger Horizont Reusrath“ lehnt Windkraft in Reusrath ab:
- Weil die WKA das
natürliche Stadt- und Landschaftsbild von Langenfeld unumkehrbar
verschandeln.
- Weil die WKA die
Anwohner durch Lärm (u.a. Infraschall), Schattenschlag und
ihre wuchtige
Größe („Betonmonster“) erheblich und dauerhaft beeinträchtigen.
- Weil die WKA eines der
wenigen Naherholungsgebiete in Langenfeld unwiederbringlich
zerstören.
- Weil die WKA den
Freiraum wild lebender Tiere auf einen Schlag zunichte machen.
Die Bürgerinitiative
„Ruhiger Horizont Langenfeld“ hält die
Planungen des Bürgermeisters auch deswegen für verfehlt und überzogen, da sie
im Widerspruch zu den eigenen Zielen der Stadt stehen:
städtebaulich: Die Errichtung von
WKA führt zwangsläufig zu einer Verschandelung des Stadtbildes und
widerspricht damit der städtischen Zielsetzung, Langenfeld als attraktiven
Standort für Wirtschaft und Wohnen zu erhalten
demografiepolitisch: Die
mit der Errichtung von WKA und ihren Emissionen verbundene Beeinträchtigung
des Stadtbildes und der Wohnqualität konterkariert die städtische
Intention, Familien an die Stadt zu binden und den Zuzug von Familien zu
fördern
landschaftspolitisch: Die
WKA-Errichtung im Reusrather Südwesten zerstört das dortige natürliche
Landschaftsbild und steht damit der städtischen Zielsetzung entgegen, die
Langenfelder Grüngürtel für die Naherholung der Bevölkerung zu erhalten und
zu stärken.
naturschutzpolitisch: Die
Errichtung und der Betrieb von WKA zerstören den Freiraum wild lebender Tiere
und widerspricht damit der städtischen Absicht, den Naturhaushalt zu bewahren
und naturnahe Lebensräume zu schützen und wieder zugewinnen
raumplanerisch: Die Bebauung der im
Reusrather Südwesten gelegenen landwirtschaftlich genutzten Flächen durch
WKA, deren Betonfundament allein die Ausmaße eines riesigen, 520 m³ großen
Betonbunkers annehmen würde widerspricht der
städtischen Zielsetzung, vorhandene Grünflächen zu erhalten.
Weitere Infos auf der Internetseite der Bürgerinitiative www.ruhiger-horizont-reusrath.de