Montag, 11. Januar 2021

Reusrather Lichterzug wird trotz Konzept dieses Jahr abgesagt

Der 16. Reusrather Lichterzug, einer der größten Tagesveranstaltungen in Langenfeld, wird wie viele andere Veranstaltungen aufgrund der Pandemie abgesagt. Der Veranstalter, das Rüsrother Carnevals Comitee e.V., hat sich bewusst mit der Entscheidung Zeit gelassen. Zugleiter und 1. Vorsitzender Andreas Buchheim: „Eine Entscheidung im September gegen den Lichterzug hielten wir für voreilig und viel zu verfrüht. Wir wollten uns bewusst Zeit lassen und die Entwicklung der Zahlen abwarten um dann eine wohlüberlegte Entscheidung zu treffen.“

 Man habe der Stadt Langenfeld ein coronagerechtes Konzept vorgelegt, dass eine Einfriedung des gesamten Zuggeländes vorgesehen hat. Die Besucher wären über acht kontrollierte Zugänge aufs Gelände in die Insektensiedlung gelangt. Dabei wäre sichergestellt worden, dass die 3.000 zugelassenen Besucher alle mit Mund-Nasen-Schutz und ohne Alkohol den Lichterzug hätten genießen können. Der Zugang zum Zugweg hätte nur mit einer vorher gekauften Eintrittskarte erfolgen können, die man in entsprechenden Vorverkaufsstellen hätte erwerben müssen. Als Option lag auch noch eine Registrierung der Karten, sowie eine Unterteilung des Zugweges in Sektionen in der Luft. Bei 3.000 Besuchern hätte man jedem die Möglichkeit gegeben 1,5 Meter Abstand zum nächsten Besucher zu halten. Dazu Sven Köhler (2. Vorsitzender): „Wir standen in den Startlöchern und alles lag in den Schubladen bereit. Wir hätten nur die Schubladen aufziehen müssen und mit der Umsetzung beginnen. Wir haben auf eine Besserung der Zahlen gehofft um wenigstens der Bevölkerung ein wenig Normalität zu geben.“ Aber in einer Zeit, wo viele Läden, Restaurants und Schulen schließen, würde ein Karnevalsumzug keinen Platz finden, so Köhler weiter.

 Da sich die Zahlen aber nicht verbessert haben, musste man irgendwann die Reißleine ziehen. Zusammen mit dem Bürgermeister und dem Referat Recht und Ordnung habe man sich dann zu der Absage entschieden. Dazu Buchheim: „Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, dann geht einem die Zeit aus. Um so eine Veranstaltung durchzuziehen benötigt man mindestens vier Wochen und das ist schon sehr ambitioniert. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass wir uns aufgrund der Beschränkungen nicht im Kreise der Vereinsmitglieder hätten treffen können, um Aufgaben zu verteilen und die Planungen umzusetzen.“ Man habe jederzeit mit einer Vielzahl der teilnehmenden Gruppen Kontakt gehalten um sie auf dem aktuellen Stand zu bringen und alle waren bereit sich am Lichterzug zu beteiligen und solange wie möglich zu warten.

 Somit fällt auch Langenfelds größte Karnevalsparty, die After-Lichterzug-Party, auf dem Reusrather Platz ins Wasser. Sie hätte unmittelbar nach dem Lichterzug stattgefunden. Ebenso hat sich das RCC für die Absage der 2. Langenfelder Karnevalsparty am 15.01.2021 im Carl-Becker-Saal entschieden. Allerdings hat das RCC schon, an mehr als nur einem Trostpflaster gearbeitet, denn die 2. Langenfelder Karnevalsparty wird am 15.01.2022 mit komplett neuem Programm nachgeholt. Und mit Kasalla, Miljö, Druckluft, den Big Maggas, Kuhl un de Gäng, den Rheinstürmern und der eigenen Tanzgruppe hat man es geschafft ein tolles Programm auf die Beine zu stellen und viele Größen aus dem Kölner Karneval nach Langenfeld zu holen. Dazu Andreas Buchheim: „Ich bin sehr stolz, dass wir das geschafft haben, denn es sind alles karnevalistische Spitzenkünstler und es verspricht eine Riesensause und Megaparty zu werden. Für Langenfeld ist solch ein Programm keine Selbstverständlichkeit.“ Wer Interesse an Karten für die Party hat, kann diese per Mail unter info@lichterzug.de vorreservieren. Der Kartenpreis wird sich zwischen 30 und 35 EUR bewegen.

 

Donnerstag, 7. Januar 2021

Munitionsfund an der Rennstraße

Am Dienstag, den 05.01.2021, wurde die Feuerwehr Langenfeld gegen 18 Uhr unter dem Stichwort Munitionsfund zu einem Einsatz auf die Rennstraße nach Reusrath alarmiert.

Aufgrund des Alarmstichwortes wurde ein Hilfeleistungslöschfahrzeug an die Einsatzstelle entsandt. Vor Ort eingetroffen, stellte sich die Lage für den Wachabteilungsleiter wie folgt dar: Ein Schatzsucher hatte mit einem Metalldetektor Altmetall im Boden gefunden. Bei näherer Überprüfung dann aber festgestellt, dass es sich um Munition handeln könnte. Daraufhin hat er den Fund im Boden belassen.

Die ebenfalls alarmierte Polizei äußerte nach Betrachtung des Fundes die Vermutung, dass es sich um Stabbrandbomben aus dem 2. Weltkrieg handeln könnte. Aufgrund des Verdachts wurde dann über die Feuerwehreinsatzzentrale der Kampfmittelbeseitigungsdienst angefordert. Dieser bestätigte vor Ort die Vermutung der Polizei. Nach kurzer Zeit waren die beiden Stabbrandbomben aus dem Boden entfernt und für eine fachgerechte Entsorgung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst mitgenommen.